Donnerstag, 23. Juni 2011

[Rezension] Julia



Titel: Julia
Originaltitel: Juliet
Autor: Anne Fortier

Sprache: gelesen auf Deutsch
Genre: Unterhaltung
Reihe: /
Seiten: 637
Film: Keiner bisher

Webseite: Autorenseite
  
Bewertung: 5 Herzen 







Inhalt:

Anne Fortier erzählt die Geschichte von Romeo und Julia ganz neu. Denn ursprünglich (laut Fortier) lebten Romeo und Julia wirklich: Im Jahr 1340 unter den Namen Romeo Marescotti und Giulietta Tolomei. In der Stadt Siena soll sich ihre tragische Liebesgeschichte tatsächlich abgespielt haben.
Julia Jacobs erfährt nach dem Tod ihrer Großtante, dass ihre verstorbene Mutter auf den Spuren der wahren Begebenheiten von Romeo und Julia war und dabei an die falschen Leute geriet und ermordet wurde. Julia soll in ihre Fußstapfen treten und weiter nach dem Geheimnis suchen, das ihre Mutter ins Verderben geführt hatte.
Sie reist nach Siena. Dort erfährt sie, was wirklich dahinter steckt und was sie selbst damit zu tun hat...



Meine Meinung:

Die Geschichte ist sehr spannend und geheimnisvoll. Die Vergangenheit trifft auf die Gegenwart. Anne Fortier erzählt die Geschichte von Julia und gleichzeitig, in Flashbacks, die wahre Geschichte von Romeo und Giuletta. Mir hat dieser Mix sehr gut gefallen. Beide Erzählstränge waren sehr spannend, man fiebert mit Romeo und Giuletta mit (obwohl man das Ende ihrer Geschichte bereits kennt) und mit Julia Jacobs. 


Julia erschien mir zu Beginn etwas gezwungen "anders", durch ihre schräge Vergangenheit, die ich ihr einfach nicht glauben konnte. Es passte nicht zu der Julia, wie wir sie kennenlernen. Dennoch ist mir Julia sehr sympathisch. Sie ist kein verschrecktes Häschen und will es nicht jedem Recht machen.
Die Geschichte ist sehr logisch aufgebaut. Bis zum Schluss steckt "Julia" voller überaschenden Wendungen, die von Zeit zu Zeit die ganze Geschichte, ihre Hintergründe und die Vergangenheit immer klarer werden lassen.



Der Schreibstil ist locker; es ist ein Unterhaltungsroman, der sich leicht lesen lässt. Es gibt keine komplizierten Satzgefüge, sodass man eine Seite viermal lesen müsste, um sie zu verstehen. Auch die Geschichte aus 1340 hat Anne Fortier großteils in die heutige Sprache adaptiert.

Im Fazit ein gelungener und spannender Unterhaltungsroman, der nie langweilig wird. Die Personen sind durchweg sympathisch. Das Ende ist sehr gelungen und passt perfekt in die Geschichte. Dieser Roman wirft ein ganz neues Licht auf die bekannte Geschichte von Romeo und Julia, die mir in Shakespeares Version nie so richtig gefallen hatten. Die Marescotti und Tolomei Version gefällt mir um einiges besser. 


Und jetzt spar ich für eine Reise nach Siena ;)


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