Freitag, 29. Juli 2011

[Rezension] Göttlich verdammt



Titel: Göttlich verdammt
Originaltitel: Starcrossed
Autor: Josephine Angelini

Sprache: auf Englisch gelesen
Genre: Fantasy, Mythologie, Götter, Jugendbuch, erste Liebe
Reihe: Starcrossed # 1
Seiten: 514
Film: / (kommt bestimmt noch)
Webseite: Autorenseite

Bewertung: 4 Herzen






 Inhalt:

Helen ahnt schon seit längerem, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Sie ist stärker, schneller und schöner als alle ihre Freunde und Schulkameraden. Als die Familie Delos auf die kleine Insel zu zieht, ändert sich ihr gesamtes Leben schlagartig. Sie kommt der Familie näher und sie erfährt die Wahrheit über sich selbst: Sie ist nicht menschlich, genauso wenig wie die Familie Delos. Sie haben besondere Talente und Kräfte, denn sie stammen von den Göttern der griechischen Mythologie ab.


 Meine Meinung:

Griechische Mythologie verbunden mit der ersten Liebe und actionreicher Spannung. Das klingt nach der perfekten Mischung für ein Jugendbuch. Und so ist es auch. Diese Buch stimmt von vorn bis hinten, der Plot ist sehr gut durchdacht und die Personen real dargestellt.

Mir wird es warm ums Herz wenn ich an das Buch denke. Von der ersten Seite an hat mir die Geschichte gut gefallen. Helen ist sehr sympathisch und auch ihr gesamtes Umfeld. Ihre Freundin Claire ist super, sowieso ein Hurrah für Claire! Wie selten sind beste Freundinnen in Jugendbüchern? Als hätten Mädchen heute keine Freundinnen mehr.


Die erste Begegnung mit Lucas und den anderen "Kindern" der Familie Delos finde ich sehr gelungen. Helen spürt sie, bevor sie sie sieht. In ihr baut sich diese Wut auf, die toll beschrieben ist. Sie hasst Lucas regelrecht und wie sie ihm bei ihrer ersten Begegnung an die Gurgel geht, ist herrlich. Ich mag es, wenn etwas passiert und nicht nur Gefühlsduselei im Vordergrund steht.

Aber auch die Gefühlsduselei beschreibt die Autorin sehr schön. Egal welche Gefühlsregung Helen gerade hat, man kann sehr gut mitfühlen. Ihre langsam wachsende Zuneigung zu Lucas kann man gut mitfühlen und bestimmt verliebt sich der eine oder andere junge Leser gleich mit in Lucas. Wieder zurück zu der Familie Delos. Sie sind klasse! So viele unterschiedliche Charaktere, die trotzdem miteinander und füreinander da sind. Der Großteil der Familie nimmt Helen sofort in ihrer Mitte auf und sie helfen ihr, mit ihrer Bestimmung zurecht zu kommen.

Grundlegend geht es um die griechische Mythologie, die in die heutige Zeit adaptiert wurde. Die sagenumwobene Geschichte um Troja, die Liebe zwischen Helena und Paris und die (Halb-) Götter wie Zeus, Aphrodite oder Achilles. Für die Leser, die bisher noch kein Interesse an diesen Geschichten hatten, wird es der Startschuss sein. Ich habe mich selbst schon mit der Mythologie beschäftigt, weshalb es für mich eine Art Wiedersehen mit einer alten Bekanntschaft war. Ich finde es schade, dass es nicht mehr Romane mit diesem Thema gibt, denn es gibt genügend Sagen, die man auffassen und verarbeiten kann.

Weniger gefallen mir dann doch diese zurückhaltende - keusche - Liebe zwischen Helen und Lucas. Klar gibt es hier eine Begründung. Aber die Autorin tut so, als gäbe es nur alles oder nichts. Hier hätte sie eine gute Mischung finden können, die junge Jugendliche und junge Erwachsene angesprochen hätte.
Außerdem hätte ich mir Helen manchmal etwas taffer gewünscht. Mehr Kick-Ass wie der Amerikaner sagt. Ich hoffe, dass sie das in den nächsten Bänden noch wird und sie sich zu einer jungen Superheldin entwickelt.

Das Cover ist ein Pluspunkt des Buches. Egal, ob das deutsche Cover oder die Originalcover. Natürlich gefällt mir meine Ausgabe am besten. Die Blitze und die Gesichter... passender geht es nicht.


Bisher habe ich es heraus gelassen, doch ich muss doch noch etwas zu der Twilight-Ähnlichkeit loswerden. Man kann Vergleiche ziehen zu Twilight. Gerade zu Beginn sind sie sehr auffällig. Aber mit der Zeit schwächt dieses Gefühl ab. Starcrossed entwickelt seine eigene Welt und hebt sich immer mehr von Twilight ab. Hectors Geschichte nur als Beispiel zu nennen. Oder auch die Talente bzw. Fähigkeiten der Protagonisten sind an die griechische Mythologie geknüpft und nicht an Twilight. Das Buch ist im Stil von Twilight geschrieben, eine tragische Liebe, eine spannende Story und Personen, die einem ans Herz wachsen. Wer Twilight mag, wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch an diesem Buch gefallen finden. Andererseits würde ich den Anti-Twilightern von Starcrossed abraten.


 Fazit:

Ich finde die Geschichte wunderschön, ich freue mich schon auf Band 2 - auf den wir ja leider noch bis Mai nächsten Jahres warten müssen... Also bis dahin muss ich tapfer sein und kann das Buch nur weiterempfehlen! Es bekommt vier starke, zu fünf tendierende, Herzen.

Kommentare:

  1. Wirklich schöner Blog, gute Rezensionen und ein schönes Design :) Bin jetzt auch regelmäßige Leserin ♥ Schau doch vielleicht auch mal bei mir vorbei?
    http://tintenzeit.blogspot.com/
    :)

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  2. Danke! :)

    Na klar, ich schau auch mal bei dir borbei :)

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