Samstag, 10. Dezember 2011

[Rezension] Kampf der Druiden




Titel: Kampf der Druiden
Originaltitel: Kampf der Druiden
Autor: Lara Connelly
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Sprache: Deutsch
Genre: Fantasy
Seiten: 418
Reihe: Nachfolger kommt
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Webseite: Verlagsseite
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Bewertung: 4 Herzen
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Inhalt:

England/Irland/Schottland - Die junge Frau Gwen geht eigentlich nur ihrer Freundin zu liebe zu dieser Halloween-Party. Doch da trifft sie auf Conall, einen gutaussehenden geheimnisvollen Mann, der nicht von dieser Welt zu sein scheint.

Und sie hat recht: Conall hat 777 Jahre in einer Art Zwischenwelt gewartet um endlich den Kampf gegen Cennmhar wieder aufzunehmen. Dafür braucht er Unterstützung von seinen Freunden und auch bei Gwen spürt er, dass sie eine wichtige Rolle spielt. Prompt nimmt er sie mit auf die Reise durch kleine und größere Kämpfe, immer bereit um Cennmhar gegenüber zu treten.


Meine Meinung:

Dieser Debutroman von Lara Connelly hat mich positiv überrascht! Wie ein alter Hase schreibt die Autorin über Mythen, Mächte und Menschen. Der Roman wird nicht von einer Person allein erzählt, er wechselt zwischen verschiedenen Erzählperspektiven. Mal aus Gwens Sicht, mal von Conall oder sogar auch Cennmhar.

Offensichtliches wurde nicht in die Länge gezogen. Wer ist Cennmhar, kennt Gwen ihn? Einer der ersten Fragen des Romans. Schon nach den ersten Seiten hatte ich eine starke Vermutung, und schon wurde es auch aufgedeckt. Das heißt aber nicht, dass es keine Spannung gab - im Gegenteil. Sobald sich eine kleine Frage erklärt hat, wurde eigentlich eine viel größere eröffnet. Immer größer zog sich der Kreis und Verbindungen tauchten auf, mit denen man gar nicht gerechnet hatte.

Die ganze Geschichte ist super aufgebaut. Sehr schlüssig und gut durchdacht. Bis zum Schluss hebt sich die Autorin Geheimnisse und Überraschungen auf, mit denen man während des Lesens wirklich nicht gerechnet hat. In der Mitte hatte ich einen kleinen Hänger, mir fehlte es etwas an Action und es war mir zu viel Theorie, aber der Roman fing mich wieder ein und das Ende war das Highlight des Buches.

Gwen ist eine sympathische Hauptfigur: Sie ist selbstständig, denkt logisch und zeigt Gefühle. Die große Liebe zu Conall habe ich ihr ehrlich gesagt aber nicht abgenommen. Mir war es etwas zu sehr "kam, sah und liebte" und überrumpelt. Sie sehen sich zunächst wenig und schon sprechen beide von "der großen Liebe". Was mich bis zum Schluss auch beschäftigt hat, war die Frage, warum Gwen mit auf Conalls Reise gekommen ist. Sie nimmt ihr Erspartes und macht sich auf den Weg. Wieso? War es die Liebe? Die Neugier? Abenteuerlust? Gern hätte ich diese Stelle ausführlicher gelesen.

Aber wie auch immer, Gwen geht mit auf Reise und trifft auf viele andere tolle Charaktere. Götter, Halbgötter, Feen, alles was die Mythologie hergibt. Bisher habe ich mich eher mit der griechischen und auch der nordischen Mythologie beschäftigt, obwohl ich eine Irland-Freundin bin. Dieser Roman hat einen super Einstieg in die keltisch/irische Mythologie gegeben. (Zum Beispiel trifft man einige von diesen Personen.)

Der Schluss ist nach meinem Geschmack. Geheimnisse werden aufgedeckt, der große Showdown und alle Fäden fügen sich zu einem Ende zusammen. Ein paar Kleinigkeiten sind noch offen, aber der Nachfolgeroman ist schon angekündigt.

Ort des Geschehens ist Großbritannien und Irland, wunderbar. Denn ich selbst war schon in Irland, die ganzen Orte wieder zu erkennen war sehr schön. Zum Beispiel der Burren. Wer noch nicht da war, kann sich die Atmosphäre dort nicht vorstellen. Passt sehr gut in den Roman und auch zur Szenerie.

Auch das Cover zeigt irische Klippen, vielleicht sogar die Cliffs of Moher, die auch eine zentrale Rolle in dem Roman spielen. Ich glaube, man hätte design-technisch noch einiges mehr aus dem Cover holen können, aber es passt auch so wunderbar zum Roman. Sehr gut gefallen haben mir auch die Designelemente in dem Buch, die neue Kapitel angezeigt haben.

Zu dem Schreibstil kann man eigentlich nur sagen, dass er sehr angenehm war. Die Autorin hat sehr schön zwischen den verschiedenen Personen unterschieden. Man hat gemerkt, wenn es Gwen war, die berichtete/sprach oder einer der "Alten". Die kleinen und feinen Unterschiede zwischen der Art zu sprechen / das Vokabular macht es dem Leser leicht, zu erkennen, wer gerade an der Reihe war.

Ein Herzchen Abzug bekommt der Roman von mir, weil mir in der Mitte ein wenig die Spannung gefehlt hat. Außerdem hätte es gern noch ein wenig mehr "dramatische Romantik" zwischen Gwen und Conall geben können. Natürlich hat eine andere Liebesgeschichte, die leider erst zum Ende des Buches zu Tage kam, das fast wieder wett gemacht ;-)


Fazit:

Ein wunderbarer Fantasyroman über Mythen, Irland und Magie. Die Mischung ist super, der Plot geschickt aufgebaut und gut durchdacht. Die Figuren sind durchweg sympathisch, der Schreibstil ist angenehm und ich freue mich auf die Fortsetzung dieses Romans.


Kommentare:

  1. Hi,
    schöne Rezi, jetzt bin ich noch neugieriger auf das Buch. Liegt bei mir schon auf der Leseliste und kommt wahrscheinlich nächste Woche dran.
    LG Isabel

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  2. Hallo Isabel!

    Ja, das Buch ist richtig gut.
    Perfekt zum Schmöckern, wenn es draußen kalt ist ;)

    Liebe Grüße
    Juliane

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